Afghanistanfilm "Auslandseinsatz" im Abaton

Erklärung der GRUPPE GUTZEIT zur Vorführung des Films

„Auslandseinsatz“, im Abaton-Kino am 27.08.12

 

Natürlich haben wir den Film noch nicht gesehen, trotzdem lässt schon die Unterstützung des Films durch die Presseoffiziere der Bundeswehr, Wolf von der Osten,  in dessen Stammbaum es nur von Kriegswüstlingen wimmelt, und seinem Nachfolger, Martin Kübel, nichts Gutes erahnen. Bei Wikipedia kann über das alte Adelsgeschlecht „von der Osten“ nachgelesen werden: 70 Familienmitglieder traten im Dritten Reich der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) bei, davon 20 vor der Machtergreifung.

Für uns stellt sich nicht so sehr die Frage des Wohlergehens von Soldaten, die Angriffe von außen auf die Bundesrepublik Deutschland abwehren sollen (daher auch der Name „Bundeswehr“), sondern dass diese in immer größerem Umfang für Kriegsziele anderer Mächte, Konzerne und politischer Interessen in fernen Ländern eingesetzt werden.

Eine Armee also, die nicht der Verteidigung des eigenen Landes, sondern der Durchsetzung wirtschaftlich-politischer Ziele dient.

Wir sind der Meinung, dass es im Krieg kein Recht bzw. Unrecht gibt - der Krieg selbst ist immer schon Unrecht. Meinungsverschiedenheiten unter den Völkern dürfen nicht durch Kriege entschieden, sie müssen und können friedlich ausgetragen werden.

Deshalb verteilen wir hier heute den Song „Ich will nach Haus´“, eine Auskoppelung unserer CD „Ein Schrei geht durch das Land“. Er erzählt die Geschichte eines Bundeswehrsoldaten, den bei seinem Einsatz in Afghanistan Zweifel und Heimweh überkommen.

 

Gruppe Gutzeit, Hamburg, 27.08.2012